Anbei der neueste Nachmittagsexpress:
USA: Die Wall Street dürfte leichter eröffnen. Diverse Unternehmensergebnisse werden veröffentlicht. Nachdem CEO John Chambers vor einem Jahr bekanntgab, dass Cisco von seinem Weg abgekommen ist, dürfte der Ausrüstungshersteller auch 2012 wieder ein solides erstes Quartal vorweisen. Impulse könnten auch von Activision Blizzard, dem grössten Videospiele-Unternehmen, ausgehen. Es wird mit einem Gewinnrückgang, sowie mit Umsatzeinbussen gerechnet. Dennoch sind Analysten optimistisch, das Unternehmen werde seinen jährlichen Ausblick erhöhen. Dies aufgrund des neuen Spieles „Diablo 3“, welches bald herausgegeben wird. Auch von AOL werden Zahlen erwartet. ConocoPhillips veranstaltet heute seine erste Jahresversammlung als Öl- und Gasunternehmen ohne Raffinerien.
Deutschland: Auch am heutigen Handelstag wagen sich die Anleger angesichts der unklaren politischen Lage in Griechenland weiterhin nicht aus der Deckung. Auch die Geschäftsberichte verschiedener Unternehmen konnten die Anleger nicht aufheitern. Nachdem Commerzbank am Dienstag grösster Verlierer im Dax war, waren diese heute sehr gefragt. Trotz eines Gewinneinbruchs im ersten Quartal konnte das Finanzinstitut die Kapitalforderungen der EU-Bankenaufsicht EBA vorzeitig erreichen und sogar einen Kapitalpuffer aufbauen. Die Aktie steigt um fast 3%. Bayer gewinnen 1.7% an Boden. Auslöser dafür sind Gerüchte um einen möglichen Ausstieg aus dem Diabetesgeschäft. Die Erlöse aus dem Verkauf könnten für den möglichen Zukauf in der Gesundheitssparte verwendet werden. Der operative Gewinn des Stahlhändlers Klöckner & Co. Ging überraschend stark zurück. So verlieren die Aktien im MDax um 7.7%. Auch die Gesamtjahresprognose mache keine Hoffnung auf Besserung.
Schweiz: Die Verluste am Schweizer Aktienmarkt haben sich bis zur Tageshälfte ausgeweitet. Belastend wirken sich vor allem der Dividendenabschlag bei der Credit Suisse und die Abgaben der Index-Schwergewichte aus. Nachdem Holcim nach Quartalszahlen an Boden gewinnen, gehören diese mittlerweile zu den grössten Verlierern im SMI. Mit Abstand am meisten verloren haben die ex-Dividende gehandelten CS-Papiere (-5.8%), sowie Swiss Life (-4.25%) nach mehreren Kurszielsenkungen. Ebenfalls schwächer zeigen sich Julius Bär (-2.3%) und UBS (-1.25%). Hohe Abgaben mussten auch die Titel des Laborausrüsters Tecan hinnehmen. Spätestens per Ende November wird der Leiter der wichtigsten Division das Unternehmen verlassen.
