Schweizer Börse auf tiefstem Stand seit über 2 Jahren

Anbei der neueste Nachmittagsexpress:

USA: Die amerikanischen Aktienfutures deuten auf eine tiefere Eröffnung an der Wall Street. Pfizer bekundet Probleme mit der wachsenden Konkurrenz von Generika-Herstellern. Der bereinigte Gewinn pro Aktie ging im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 0.60 Dollar zurück. Der Umsatz gab um ein Prozent auf knapp 17 Milliarden Dollar nach. Trotz des Rückgangs lag Pfizer leicht über den Erwartungen der Analysten. Der transatlantische Börsenbetreiber NYSE Euronext leidet unter geringeren Handelsvolumina. Der Gewinn fiel im Berichtsquartal um 16 Prozent auf 154 Millionen Dollar oder 59 Cent pro Aktie. Mit dem Ergebnis trifft das Unternehmen die Markterwartungen.

Deutschland: Befürchtungen über eine Abkühlung der Konjunktur rund um den Globus belasten die Kurse an den deutschen Börsen. Der DAX notierte zeitweise so tief wie seit dem März nicht mehr. Die Aktien von Metro kommen unter die Räder und verlieren über 5 Prozent an Wert. Am Morgen hatte der Handelskonzern seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr relativiert. Nur wenige Titel im DAX stellen sich gegen den Trend. An der Spitze stehen die Aktien von BMW mit einem Plus von gut einem Prozent. Der Autobauer hatte vorbörslich Zahlen präsentiert, die durchs Band besser waren als erwartet. Auch das starke Ergebnis der Deutschen Post hinterlässt Eindruck. Die Papiere legen knapp ein Prozent zu.

Schweiz: Die Schweizer Börse hat heute Morgen auf breiter Front nachgegeben und ist auf den tiefsten Stand seit über zwei Jahren gefallen. Der Markt hat die negative Entwicklung der europäischen Börsen vom Vortag nachgeholt und kämpft mit Anschluss Verkäufen. Die grössten Verluste verzeichnen die Finanzwerte, allen voran die beiden Grossbanken. Kaum einen Einfluss hatten Medienberichte, wonach eine Einigung im Steuerstreit zwischen der Schweiz und Deutschland noch in diesem Monat gefunden werden soll. Die Aktien der Credit Suisse verlieren 6.25 Prozent, jene der Konkurrentin UBS rund 5.5 Prozent. Auch die Schwergewichte NovartisRoche und Nestle verlieren zwischen 1.5 und 3 Prozent. Die Zykliker ABBAdecco und Holcim geben ebenfalls deutlich nach und notieren zwischen 4 und 7 Prozent im Minus.

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