Anbei der neueste Nachmittagsexpress:
USA: Die amerikanischen Börsen werden zum Handelsstart mit deutlich tieferen Kursen erwartet. General Motors wird heute Quartalszahlen bekannt geben. Erwartet wird ein Gewinn pro Aktie von 96 Cents. Mehr Gewicht als die eigentlichen Zahlen, dürfte dem aktuellen Stand der Verhandlungen bezüglich der Lösung des PK-Problems beigemessen werden. Der Autobauer ist nach wie vor mit einer Finanzierungslücke von 20 Milliarden Dollar konfrontiert. Analysten rechnen beim Netzwerkausrüster Cisco mit einem um 3 Cents tieferen Gewinn pro Aktie von 39 Cents. Das Unternehmen hat den langfristigen Ausblick bereits gesenkt und tausende Stellen gestrichen. Vom Retailer Macy’s wird gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit einer Verdoppelung des Gewinns auf 16 Cents je Aktie gerechnet. Interessant wird sein, wie das Geschäft im Luxussegment gegenüber den normalen Läden abschneidet.
Deutschland: Die Aktienmärkte in Europa konnten die Gewinne zum Handelsbeginn nicht lange halten und notieren am Mittag deutlich im Minus. Die Angst, dass Italien nicht ohne finanzielle Hilfe aus dem Schuldensumpf kommt, und die andauernde Regierungsbildung in Griechenland belasten den Markt. Die Quartalsbilanz von Henkel hat die Anleger nicht überzeugt. Die Ziele für das kommende Jahr werden vor diesem Hintergrund als ambitioniert eingestuft. Die Papiere verlieren über 6 Prozent und bilden das Schlusslicht unter den Standardwerten. Vor der Publikation der neuesten Zahlen vom Freitag haben sich verschiedene Analysten negativ zur Allianz geäussert. Die Aktien verlieren knapp 6 Prozent. Einziger Gewinner im DAX ist die Deutsche Post. Der Ergebnisanstieg und die höhere Prognose für das kommende Jahr sorgen für einen Kurszuwachs von 2.5 Prozent.
Schweiz: Gemeinsam mit den übrigen europäischen Börsen ist auch der Schweizer Aktienmarkt deutlich im roten Bereich. Die heftigsten Abgaben verzeichnen bis zum Mittag zyklische Titel und Finanzwerte. Der grösste Verlierer ist Adecco mit einem Minus von über 5 Prozent. Der Personalvermittler hat bereits am Vortag nach der Bekanntgabe von schwachen Daten deutliche Einbussen verzeichnet, heute wurden erste negative Ratingänderungen bekannt. Die Papiere von Holcim können nicht von den positiv aufgenommenen Quartalszahlen profitieren, obwohl der Titel zum Handelsbeginn noch zu den stärksten Gewinnern zählte, verliert er zur Tageshälfte über 3 Prozent. Die als solid eingestuften Zahlen der Swisscom verhelfen dem Titel mit einem Minus von 0.3 Prozent zu den geringsten Abgaben im SMI. Trotz einem tieferen Umsatz konnte der Telekom-Konzern die Gewinnziele übertreffen.
