Anbei der neueste Nachmittagsexpress:
USA: Auch die Börsen in Übersee werden zum Wochenauftakt mit klaren Verlusten gesehen. Vor allem der Wahlausgang in Griechenland beunruhigt die US-Marktteilnehmer. Sie befürchten, dass Griechenland den Sparpakt mit der Troika aus EU, IMF und EZB nicht weiterführen könnte oder gar den Austritt aus der Währungsunion in Betracht ziehe. Zahlen werden von Electronic Arts erwartet. Es wird mit einem Gewinn von 16 Cents pro Aktie gegenüber 25 Cents im Vorjahr gerechnet. Auch beim Fleischverarbeiter Tyson Foods wird von einem tieferen Gewinn ausgegangen. Interessant dürften die Aussagen des Managements bezüglich der Auswirkungen des jüngsten Falls von Rinderwahnsinn auf den Geschäftsgang sein. Auch die Kontroverse um „pink-slime“ könnte ein Thema sein. Dabei handelt es sich um Schlachtreste, die mit Ammoniak behandelt werden. Das Endprodukt wird zur Streckung von Hackfleisch verwendet. Facebook startet heute die zweiwöchige Roadshow für das IPO. Die kürzliche Übernahme von Instagramm sowie die eher schwachen Ergebnisse zum ersten Quartal dürften zur Sprache kommen.
Deutschland: Wie erwartet notieren die europäischen Aktienindizes im Minus. Allerdings konnte ein grosser Teil der Anfangsverluste gegen Mittag aufgeholt werden. Nach den Wahlen in Frankreich und Griechenland haben die Investoren erstmal mit den Füssen abgestimmt und Ihre Aktienanlagen reduziert. Aber auch die Anleihen von Frankreich, Griechenland, Spanien und Italien wurden in deutsche Papiere umgeschichtet. Aufgrund der Dividendenzahlung notiert Linde am Ende des DAX mit einem Minus von 2.3 Prozent. Dagegen glänzen die Papiere Adidas heute mit einem Plus von 1.2 Prozent. Dies nachdem Analysten den fairen Wert der Aktie auf 68 Einstuften. Auch BMW halten sich knapp im grünen Bereich. Der Autobauer konnte im April seinen Absatz in China um 31 Prozent auf 27’200 Modelle steigern. Damit erhöht sich der Umsatzanstieg in diesem Jahr gegenüber dem letzten um 35 Prozent.
Schweiz: Die Schweizer Börse notiert zum Mittag ebenfalls deutlich schwächer. Vor allem der Kursverlust von fast 3.5 Prozent bei Roche belastet den SMI. Der Pharmakonzern hat überraschend die Einstellung der Entwicklung des Cholesterinmedikaments Dalcetrapib wegen mangelnder Wirksamkeit bekannt gegeben. Analysten zeigten sich enttäuscht, dem Produkt wurde ein Umsatzpotential von mehreren Milliarden Franken zugetraut. Zu den Verlierern gehören auch die Finanztitel. UBS und Credit Suisse geben zwischen 0.25 und 0.7 Prozent nach, Julius Bär verliert über 2 Prozent. Gegen den Markt stemmen sich die Papiere des Wahrenprüfers SGS. Sie stehen mit einem Kurszuwachs von über 0.8 Prozent an der Spitze der Schweizer Standardwerte.
