Nielsen Holdings senkte seine ganzjährige Umsatzprognose

Anbei der neueste Nachmittagsexpress:

USA: Die Wall Street dürfte heute leicht höher in den Handel starten. Nielsen Holdings senkte seine ganzjährige Umsatzprognose. Das Informations- und Messtechnikunternehmen erwartet nun ein Umsatzwachstum von 6 Prozent. Die vorherigen Erwartungen lagen bei 7 Prozent. Johnson&Johnson hat nun die Zustimmung von der US Handelsaufsicht FTC für den Kauf der Schweizer Firma Synthes erhalten. Der Deal ist 19.7 Mrd. Dollar schwer. Der Computerhersteller Dell wird erstmals seit seiner Entstehung eine Quartalsdividende zahlen. Ab dem 3. Quartal sollen die Aktionäre 0.08 Dollar je Aktie erhalten. Somit beträgt die Jahresdividende 0.32 Dollar je Aktie. Trotz eines milliardenschweren Spekulationsverlustes rechnet JPMorgan mit einem angemessenen Gewinn. Dies will Bankchef Dimon heute bei einer Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats verkünden.

Europa: Die europäischen Börsen haben heute ihre Gewinne aus dem frühen Handel abgegeben. Hauptgrund dürfte die Auktion von Geldmarktpapieren in Italien sein. Investoren verlangten für eine Laufzeit von 12 Monaten Zinsen von 3.97 Prozent. Dies ist deutlich mehr als bei der letzten vergleichbaren Versteigerung im Mai. Nach Quartalszahlen klettern die Papiere von Inditex um fast 9 Prozent und somit an die Spitze des Leitindex. Der weltgrösste Bekleidungshersteller konnte den Umsatz und Gewinn dank neuer Läden kräftig steigern. In Deutschland haben Eon und RWE mit einem Plus von 2.09 Prozent resp. 1.63 Prozent die Nase vorn. Berichten zufolge wollen Energieversorger rund 15 Mrd. Euro Schadenersatz für den Atomausstieg in Deutschland einklagen. Dagegen schwach zeigen sich die Autowerte. Der Branchenindex sinkt um 2.78 Prozent. Auch die Titel von Sainsbury büssen nach einem enttäuschenden Zwischenbericht 3 Prozent ein.

Schweiz: Auch hierzulande ging der Schwung vom Handelsstart bis zum Mittag verloren. So notiert der SMI aktuell leicht im Minus. Die Nervosität an den Finanzmärkten steigt. Dies aufgrund der bevorstehenden Parlamentswahlen in Griechenland. Je nach Wahlausgang befürchten die Investoren ein Ausscheiden des Landes aus der Währungsunion. So wären andere Staaten einer Ansteckungsgefahr ausgeliefert. News zu den Blue Chips sind heute dünn gesäht. Clariant büsst 2.9 Prozent ein und auch Kühne+Nagel, sowie Richemont-Titel verlieren je rund 1.6 Prozent. Nachdem Barclays im Rahmen einer Sektorstudie sowohl für die CS als auch für die UBS das Kursziel senkte, notieren die Papiere der Grossbanken weiter im Minus. Die Schwergewichte stützen den SMI leicht. Roche steigt um 0.5 Prozent, Novartis um 0.7 Prozent und Nestlé gewinnt 0.1 Prozent.

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