Die aktuelle Börsenlage in den USA, in Deutschland und der Schweiz beschreibt wie immer unser Nachmittagsexpress:
USA: Die amerikanischen Aktienmärkte werden nach den beachtlichten Abgaben von gestern zum Handelsauftakt mit leichten Gewinnen erwartet. Impulse dürften während dem Handel von anstehenden Wirtschaftsdaten zu den Häuserpreisen und dem Konsumentenvertrauen ausgehen. Gemäss Presseberichten könnte sich die News Corp. von Rupert Murdoch aufspalten. Facebook hat Sheryl Sandberg, aktuell COO des sozialen Netzwerks, in den Verwaltungsrat berufen. Sie ist die erste Frau in diesem Gremium neben sieben Männern. Der führende Anbieter von Social-Games, Zynga, wird heute eine Pressekonferenz abhalten. Analysten erwarten, dass neue Spiele vorgestellt werden.
Europa: Wie erwartet halten sich die Anleger vor dem anstehenden EU-Gipfel über die Zukunft des Euro bedeckt. Die wichtigsten europäischen Indizes verharren alle um die Vortagesschlusskurse. Die Herabstufung von 28 spanischen Banken durch die Ratingagentur Moody’s hat kaum Spuren hinterlassen. Die anfänglichen Verluste konnten teilweise wieder wettgemacht werden. Die Aktien des französischen Unterhaltungskonzerns Vivendi verlieren rund 1.5 Prozent. Ein Gericht in den USA hat das Unternehmen zur Zahlung von über 954 Millionen Dollar verurteilt. Das Verfahren drehte sich um einen Vertragsbruch aus dem Jahr 2003. Die deutschen Versorger E.On und RWE profitieren von einer Analystenempfehlung und stehen mit Gewinnen von 1.6 % (RWE) und 2.3 % (E.On) an der Spitze der deutschen Standardwerte. Auf der anderen Seite verlieren die Autobauer (BMW -3.0%, Daimler – 1.8%, VW – 1.6%) infolge negativer Analystenaussagen.
Schweiz: Auch an der Schweizer Börse ist die Zurückhaltung der Anleger spürbar. Zu den Verlierern zählen auch heute die Aktien der beiden Grossbanken. Die Papiere der UBS werden ein Prozent tiefer gehandelt, diejenigen der Credit Suisse verlieren gar 2.3 Prozent. Sie bilden damit das Schlusslicht im SMI. Eine Stellungnahme zu den Gerüchten betreffend dem Jobabbau im Investmentbanking hat die Bank bislang nicht abgegeben. Die Aktien des Vermögensverwalters Julius Bär können 0.2 Prozent zulegen. Die Nachricht des Aktienrückkaufprogramms über 400 Millionen Euro beflügelt die Titel von Adecco. Das Temporärarbeitsunternehmen wird knapp 4 Prozent höher gehandelt als am Vortag. Der Erwerb der eigenen Aktien soll über die Emission von Anleihen erfolgen. Ebenfalls höher notieren die Aktien von Syngenta. Diese profitieren von stark gestiegenen Getreidepreisen in den USA.
