Negative US-Futures, HP-Restrukturierung, EU-Börsenrutsch

Der Nachmittagsexpress beschliesst diese turbulente Börsenwoche wie folgt:

USA: Die amerikanischen Aktienmärkte dürften heute wieder klar tiefer eröffnen. Die Bank of America hat angekündigt, in diesem Quartal 3500 Stellen zu streichen.  Hewlett-Packard lotet Möglichkeiten für das weltgrösste Computergeschäft aus, ein Verkauf ist nicht ausgeschlossen. Der Konzern hat zuletzt erfolglos versucht in den Smartphone- und Tabletcomputermarkt einzusteigen. Möglich wäre auch eine Übernahme der englischen Softwarefirma Autonomy Corp. für bis zu 11.7 Milliarden Dollar. Coca Cola hat angekündigt ab 2012 4 Milliarden Dollar mehr in China zu investieren. In den letzten Jahren hat der Getränkemulti bereits 3 Milliarden Dollar in das Land der aufgehenden Sonne investiert.

Deutschland: Der Ausverkauf an den europäischen Aktienmärkten geht weiter. Der DAX rutschte im Verlauf des Morgens bis zu 4.6 Prozent ab – auf den tiefsten Stand seit November 2009. Zu den grössten Verlierern zählen die Autowerte.  BMW und Volkswagen verlieren beide rund 4.75 Prozent. Das Schlusslicht im DAX bilden aber die Papiere von Adidas mit einem Minus von über 6 Prozent. Die Aktien der Energiekonzerne E.ON und  RWE halten sich im schwachen Markt relativ gut, die Verluste liegen zwischen einem und zwei Prozent. Die in den letzten Tagen abgestraften Aktien der Commerzbank halten sich ebenfalls besser als der Gesamtmarkt, sie verlieren rund 1 Prozent.

Schweiz: Auch die Schweizer Börse verzeichnete in der ersten Tageshälfte teilweise massive Verluste. Gegen Mittag haben sich die Kurse wieder leicht erholt. Unter dem angeschlagenen Marktsentiment leiden vor allem konjunkturabhängige Titel und Finanzaktien. Am Ende der Tabelle liegt Transocean mit einem Verlust von über 5 Prozent.  Swatch, ABB und  Adecco verlieren alle über 4 Prozent. Die beiden Grossbanken  UBS und Credit Suisse notieren 2.6 respektive 3.6 Prozent tiefer. Im breiten Markt brechen Swissmetal um knapp 15 Prozent ein. Der für das erste Halbjahr ausgewiesene Verlust ist grösser als erwartet. Der Verwaltungsrat wird in den kommenden Tagen eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen und Sanierungsmassnahmen vorschlagen. Nach der Präsentation der Zahlen halten sich die Aktien der Valiant mit einem Minus von 0.8 Prozent. Die Bankengruppe will 10 Filialen schliessen um Kosten zu senken.

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