Möglicher Griechenland-Bankrott und Spanien-Probleme dominieren

Der erste Nachmittagsexpress der Woche bringt magere Bullennahrung:

USA: Die US-Aktienfutures deuten auf einen schwächeren Start in die neue Handelswoche hin. Das US-Eisenbahnunternehmen RailAmerica Inc. steht kurz vor der Übernahme durch Genesee & Wyoming Inc. Laut Berichten zufolge dürften die Aktionäre von RailAmerica dafür 27.50 Dollar je Aktie in bar erhalten. Durch diesen Zukauf will Genesee & Wyoming seine Marktposition in Nordamerika weiter ausbauen und das Industriekundensegment weiter vergrössern. Für diese Übernahme wird jedoch noch die Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden verlangt. So dürfte die Übernahme frühestens im viertel Quartal erfolgen. Der US-Industriekonzern Eaton Corp. konnte im zweiten Quartal einen Gewinnanstieg von 336 Mio. auf 382 Mio. Dollar verzeichnen. Konzernangaben zufolge konnte man vor allem von der deutlich verbesserten Margenentwicklung profitieren.

Europa: Die Europäischen Börsen stehen heute aufgrund der Furcht vor einer Eskalation der Euro-Krise stark unter Druck. Es wird über einen möglicherweise schon bald bevorstehenden Staatsbankrott von Griechenland spekuliert, da der IWF sowie die deutsche Regierung nicht mehr bereit sind, der Regierung in Athen über die bisherigen Zusagen hinaus Kredite zu gewähren. Auch Spanien steht unter keinem guten Stern. Nach Valencia muss nun bald Murcia als zweite spanische Provinz die Zentralregierung in Madrid um Finanzhilfen bitten. Die Finanzwerte leiden europaweit unter diesen Meldungen. Die Titel der Deutschen Bank wurden zusätzlich von einem Bericht belastet und notieren 4.95 Prozent leichter.

Schweiz: Der Abwärtstrend vom Freitag wird auch heute fortgesetzt. So notiert die Schweizer Börse weiter in der Verlustzone. Einzige Gewinner im Bluechips-Sektor sind die Aktien von Julius Bär mit einem Plus von 1.2 Prozent. Die Privatbankengruppe hatte vor Handelsbeginn Halbjahreszahlen bekanntgegeben, welche die Erwartungen der Analysten übertrafen. Insbesondere wirken sich die tiefer als erwartet ausgefallenen Kosten sowie der starke Zufluss neuer Kundengelder positiv auf die Kursentwicklung aus. Grösster Verlierer ist Swiss Life. Die aktuelle Stimmung an den Finanzmärkten ist für Finanzwerte allgemein sehr schwach. Aber auch Actelion-Titel stehen unter Druck. Eine Abstufung durch Barclays belastet die Aktie überdurchschnittlich. Die Papiere der Credit Suisse finden keinen Halt und verlieren immer mehr an Wert. Die Kapitalmassnahmen, welche bis Ende Jahr zu neuem Eigenkapital von 15.3 Mrd. CHF führen sollen, konnten die Abwärtsbewegung nur kurzfristig stoppen.

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