Die aktuelle Börsenlage in den USA, in Deutschland und der Schweiz beschreibt wie immer unser Nachmittagsexpress:
USA: Die US-Aktienfutures deuten auf einen festeren Start in den Donnerstagshandel hin. Hewlett-Packard plant seinen Befreiungsschlag. Der angeschlagene Computerhersteller will einen radikalen Abbau von 27000 Arbeitsplätzen durchführen. Das sind ungefähr 8% der Belegschaft. Mit Hilfe dieser Massnahme verspricht sich das Unternehmen den Durchbruch in bessere Zeiten. Hewlett-Packard musste im abgelaufenen Geschäftsquartal einen erneut massiven Gewinnrückgang verzeichnen und büsste weiter beim Umsatz ein. Mitverantwortlich für das schlechte Vorankommen sei das schwache Geschäft in Europa. Dies entstand durch die Schuldenkrise, welche die Unternehmen und Verbraucher in Europa verunsichert. Hewlett-Packard hat den Tablet-Trend zunächst verpasst, dann ein erstes eigenes Modell wieder zurückgezogen. Nun will man das Thema aber wieder in Angriff nehmen.
Deutschland: Der Dax findet keine klare Richtung. Nachdem er zunächst noch zulegen konnte, rutschte er wieder ab und hat sich bis zuletzt wieder knapp ins Plus vorgearbeitet. Aktuell setzen die Anleger auf Sicherheit und kaufen deswegen Vorsorger, welche die vorderen Ränge im Leitindex einnehmen. E.ON gewinnen rund 1.8% und sind somit Tagessieger. Auch RWE notieren 1.52% fester. In unsicheren Zeiten greifen Anleger gerne auf konjunkturunabhängige Werte zurück. Verlierer sind, nach der Schlappe im US-Geschäft, die Titel von Bayer mit einem Abschlag von 1.3%. Dank einer Analystenempfehlung stehen die Aktien von Deutsche Wohnen über 1.8% in der Gewinnzone und zählen somit zu den besten Indexwerten.
Schweiz: Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Mittag leicht fester. Dank guter Vorgaben sah der Handelsbeginn positiv aus. Infolge negativer Konjunkturdaten aus dem Euroraum mussten die Indizes jedoch zwischenzeitlich Einbussen hinnehmen. Positiv überrascht hat die gute Performance der Bankenwerte. So klettern UBS (+2.5%), CS (+2.7%) und Julius Bär (+1.8%). Die laufende Restrukturierung bei Logitech kostet rund 45 Arbeitsplätze. Laut Zahlen zu den Schweizer Uhrenexporten betrug das Wachstum im April real 9.0% und nominal 7.9%. Das ist deutlich weniger als in den vergangenen Monaten. So verloren Richemont 0.7% und Swatch 1.5%. Nachdem der Mitbewerber Sunrise einen wachsenden Umsatz und steigende Kundenzahlen bekanntgegeben hat, notieren Swisscom 0.4% im Plus.
