Goldman Sachs & Coca-Cola präsentieren heute die Zahlen

Die aktuelle Börsenlage in den USA, in Deutschland und der Schweiz beschreibt wie immer unser Nachmittagsexpress:

USA: Nach dem gestrigen kurzen Ausflug ins negative Terrain dürfte die Wall Street heute wieder auf Steigflug gehen. Die Richtung angeben werden allerdings die auf der Agenda stehenden US-Konjunkturdaten sowie die mit Spannung erwarteten verschiedenen Quartalsberichte. Vorbörslich werden sich Goldman Sachs und Coca-Cola in die Bücher schauen lassen, nachbörslich werden die Bilanzen von Intel, Johnson & Johnson sowie Yahoo erwartet. Microsoft stellte eine neue Version der Bürosoftware Office vor. Sie ist auf den schnell wachsenden Markt der Tablet-Computer zugeschnitten. Citigroup reduziert das Kursziel von Target auf USD 24.00 (USD 40.00).

Europa: Ereignislos verläuft der Handel an den europäischen Märkten. Hier konzentrieren sich die Marktteilnehmer auf die im Tagesverlauf anstehende Rede des ersten Teils der halbjährlichen Anhörung von Fed-Chef Bernanke vor dem US Senat. An der Pariser Börse gibt es für die Aktien von Peugeot Citroen kein Halten mehr. Die Valoren des zweitgrössten europäischen Autobauers sackten in der Spitze um mehr als 5.6% ab und notierten damit auf dem niedrigsten Stand seit Januar 1986. Im späteren Verlauf konnten sich die Titel wieder leicht fangen und notieren zur Berichtszeit „nur“ noch knapp 2.5% im Minus. Auslöser für die Talfahrt ist die Ankündigung, 8000 Stellen streichen zu wollen. Am deutschen Aktienmarkt rücken die Anteilsscheine von Deutz in den Mittelpunkt des Handels. Der Motorenbauer hat unter der europäischen Schuldenkrise sowie unter der Wachstumsdelle in China zu leiden. Nach einem erneuten Gewinneinbruch im zweiten Quartal gibt das Unternehmen keinen Ausblick und keine Jahresziele mehr bekannt. Trotzdem stehen die Valoren auf den Einkaufszetteln der Anleger und steigen um knapp 3.3% an.

Schweiz: Der Handel an der Schweizer Börse verläuft ruhig. Die Anleger erwarten mit Spannung die Anhörung von Fed-Chef Ben Bernanke vor dem Bankenausschusses des US Senats. Guter Nachfrage erfreuen sich die Anteilsscheine von Surveillance. Der Warenprüfkonzern konnte den Umsatz im ersten Halbjahr steigern, verfehlte jedoch in Folge Sonderkosten leicht die Gewinnerwartungen. Die Aktien steigen trotzdem um knapp 1.4% an. Die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS gewinnen zwischen 0.6% und 0.8% an Wert. Von Interesse sein dürfte das heute Nachmittag zur Veröffentlichung anstehende Ergebnis der US-Bank Goldman Sachs. Aus der zweiten Reihe ziehen die Valoren von Georg Fischer das Augenmerk auf sich. Der Industriekonzern verzeichnet für das erste Halbjahr einen um 13% tieferen Reingewinn. Hingegen konnte der Umsatz leicht auf 1.87 Mrd CHF gesteigert werden. Obwohl mit den vorgelegten Zahlen die Erwartungen leicht verfehlt wurden, steigen die Aktien um 2.5% an.

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