General Electric fasst in China Fuss

Der Nachmittagsexpress beschreibt die aktuelle Situation wie folgt:

USA: Zur Eröffnung werden die amerikanischen Aktienmärkte mit Verlusten erwartet. Impulse könnten von diversen Unternehmensergebnissen ausgehen. Von Walt Disney wird ein Gewinn von 55 Cent pro Aktie erwartet. Die Investoren werden zudem auf Hinweise bezüglich des Geschäftsgangs der Kabelkanäle und der Freizeitparks gespannt sein. DirecTV, der grösste US Satelliten-TV Anbieter, wird ebenfalls Zahlen vorlegen. Die Analysten rechnen mit einer Gewinnsteigerung von 21 Cents auf 1.06 Dollar pro Aktie gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wichtig werden die Aussagen über die Anzahl neuer Abonnenten sein. Im Heimmarkt dürfte sich das Wachstum verlangsamt haben, aber in Lateinamerika sollte das Unternehmen weiterhin auf Kurs sein. General Electric hat bekannt gegeben, einen Anteil von 15 Prozent an der China XD Electric Group für 535 Millionen Dollar zu kaufen. Durch den Erwerb bekommt das US-Konglomerat einen Fuss in den chinesischen Elektro-Infrastrukturmarkt.

Deutschland: Die Börsen in Europa notieren kurz vor dem Mittag deutlich tiefer. Die gescheiterte Regierungsbildung in Griechenland hat zu Unsicherheiten an den Aktienmärkten geführt. Jetzt liegt es an der linken Koalitionspartei eine Regierung zu formen. Diese hat im Wahlkampf gegen die Sparauflagen der EU und des IWF Stimmung gemacht. Angesichts der Unsicherheit werden einmal mehr die Aktien der Banken abgestossen. Die Commerzbank trägt die grössten Verluste im DAX mit einem Minus von 3.5 Prozent. Aber auch die Deutsche Bank verliert gut 2 Prozent. Die Autobauer verlieren ebenfalls deutlich an Boden. Daimler und Volkswagen werden 2 Prozent tiefer gehandelt, BMW rund 2.5 Prozent. An der Spitze stehen die Papiere der Deutschen Telekom mit einem Plus von gut einem Prozent. Die Tarifverhandlungen mit dem deutschen Personal konnten erfolgreich beendet werden.

Schweiz: Die Schweizer Börse präsentiert sich zur Tageshälfte ebenfalls schwächer. Gegen den Trend stemmen sich die Aktien von Adecco. Dank den besser als erwarteten Zahlen zum abgeschlossenen Quartal, legt der Titel deutlich über 2 Prozent zu. Gesucht sind auch die Papiere der Swisscom. Sie werden vor allem aufgrund ihres defensiven Charakters gekauft und kosten rund ein Prozent mehr. Am anderen Ende des SMI finden sich hingegen – auch nach der Bekanntgabe des Quartalsergebnisses – die Aktien von Actelion. Die erstmal abgegebene Guidance für die Kern-Erträge im Geschäftsjahr 2013 und danach liegt unter den Erwartungen. Der Gesamtindex wird ausserdem von den schwachen Pharmawerten gedrückt. Sowohl Novartis wie auch Roche kämpfen mit Kurszielsenkungen.

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