Ford erwartet dieses Jahr in Europa 500 – 600 Mio. Dollar zu verlieren

Der letzte Nachmittagsexpress in dieser Woche fasst die Börsensituation wie folgt zusammen:

USA: Die US-Aktienfutures deuten auf einen leichteren Start in den Freitagshandel hin. Ein Anwalt von Apple meint, sie versuchen einen legalen Weg zu finden, um die Einführung des Samsung Galaxy S III in Amerika zu stoppen. Aufgrund der Verschlechterung der europäischen Wirtschaftslage im Laufe des letzten Jahres erwartet der Autohersteller Ford dieses Jahr zwischen 500 und 600 Mio. Dollar in Europa zu verlieren. Opel, die Tochtergesellschaft von General Motors, will die Absatzmenge in China um das Sechsfache steigern, um dem schrumpfenden Heimmarkt entgegenzuwirken.

Deutschland: Nachdem sich der Deutsche Aktienmarkt zwei Tage lang erholen konnte, steht er nun wieder unter Druck. Belastungsfaktor war vor allem die Abstufung Spaniens. Während die Titel der Commerzbank am Vortag noch stark gestiegen sind, gehören sie heute mit einem Minus von 2.86 Prozent zu den schwächsten Dax-Werten. Die Aktien der Deutschen Bank fallen um 0.73 Prozent. Zu den Gewinnern gehören im Leitindex vor allem die defensiven Titel. So legen Papiere von Eon und RWE je fast 3 Prozent zu. Am Vortag gehörten die Versorger jedoch zu den schwächsten Branchen in Europa. An der MDax-Spitze stehen nach positiven Analystenstimmen die Celesio-Aktien. Sie notieren 3.73 Prozent fester. Freenet wurde von Spekulationen einer Übernahme durch die Deutsche Telekom nach oben getrieben. Die Aktien des Mobilfunkanbieters sind grösster TecDax-Gewinner. Sie notieren 3.2 Prozent fester.

Schweiz: Der Schweizer Aktienmarkt steht aktuell immernoch im Minus. Aufgrund der Angst um die Eurozone –insbesondere Spanien- reduzieren die Investoren ihre Positionen. Es heisst nun, dass Spanien am Wochenende einen Hilfsantrag beim europäischen Rettungsschirm EFSF stellen wird. Während die Finanztitel unter Druck stehen, sind aktuell defensive Aktien gefragt. Nach Kursgewinnen in den Vortagen stehen die Luxusgüteraktien von Swatch nun 1.8 Prozent im Minus. Implenia vermeldet einen Auftrag zur Entwicklung eines ökumenischen Zentrums in Genf. Der Beginn der Bauarbeiten ist für 2016/2017 vorgesehen. Der Detailhandelskonzern Valora rechnet im laufenden Jahr mit weniger Gewinn aus dem Verkauf von Panini-Fussballbildern. Während Valora an der WM vor zwei Jahren noch einen Betriebsgewinn von rund 6 Mio. CHF erzielte, rechnet der Konzern 2012 lediglich mit einem EBIT Beitrag von 3 bis 4 Mio. CHF.

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