Fed belässt Leitzins bei null bis 0,25 %

Der Nachmittagsexpress beschreibt die aktuelle Situation wie folgt:

USA: Die US-Börse scheint heute im Plus zu eröffnen. Der amerikanische Chemieriese Dow Chemical hält die Warnungen vor einem Wachstumsschwund im für die Branche wichtigen Markt China für überzogen. Der Softdrinkhersteller Coca Cola hat die Hälfte des Getränke-Geschäfts Aujan Industries erworben, um die Präsenz mit nichtalkoholischen Getränken im Nahen Osten zu erweitern. Joy Global verzeichnete einen höheren Quartalsgewinn, dies dank starken Verkäufen von Bergbaubahnen. Die FED hat deutlich gemacht, dass sie sich nach dem Abflauen der Rezessionsgefahr vorerst mit neuen Konjunkturspritzen zurückhalten wird. Der Offenmarktausschuss beschloss, den historischen niedrigen Leitzins von Null bis 0.25% beizubehalten. Daran soll sich bis Mitte 2013 nichts ändern.

Deutschland: Aus Unzufriedenheit über das Management der Schuldenkrise haben am Mittwoch weitere Anleger den europäischen Finanzmärkten den Rücken gekehrt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich nach Aussagen der Haftungsobergrenze des geplanten dauerhaften Euro-Rettungsschirms ESM ausgesprochen. Eine Euro-Talfahrt ist nach Einschätzung von Analysten nicht in Sicht. Durch erhobene Strafzölle der Chinesen werden die deutschen Autohersteller ins Minus gedrückt. Die Bankwerte geben einmal mehr nach. Die Deutsche Bank und die Commerzbank verlieren jeweils um 0.3%. Ins Rampenlicht rücken ausserdem die Versicherer, nachdem die Ratingagentur Fitch die Bonität von Generali und einigen italienischen Mitbewerbern gesenkt hatte. Konkurrent Allianz büsst ebenfalls 0.2% ein.

Schweiz: Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Mittwochnachmittag weiterhin kaum verändert und tendiert mehrheitlich seitwärts. In Marktkreisen hiess es, dass das Geschehen derzeit etwas orientierungslos verlaufe und Impulse würden weitgehend fehlen. Unter Beobachtung stehen am Mittwoch vor allem Swisscom, welche nach einem negativen Start im Anschluss an eine Gewinnwarnung mittlerweile ins Plus gedreht haben und mit +0.5% zu den grössten Gewinnern gehören. Besser als Swisscom stehen einzig noch SGS mit +0.9% da. Als Stütze nach unten figurieren Roche mit +0.4% und Novartis mit +0.1%. Die Credit Suisse haltet sich mit -0.4% sowie die UBS mit -0.3% im Mittelfeld.

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