Dell im 1. Quartal mit Gewinneinbruch

Und weiter geht unsere Börsenberichterstattung mit dem Nachmittagsexpress:

USA: Die US-Aktienfutures deuten auf einen schwächeren Start in den heutigen Handel hin. Aufgrund einer kleinen Nachfrage von Privatkunden musste der PC-Hersteller Dell zum Jahresauftakt einen Gewinneinbruch hinnehmen. Das Ergebnis ging im ersten Quartal von 945 Mio. Dollar im Vorjahr auf 635 Mio. Dollar zurück. Während Analysten mit einem Gewinn von 46 Cent pro Aktie gerechnet hatten, belief er sich auf 43 Cent je Aktie. Mit 14.4 Mrd. Dollar Umsatz lag auch dieser unter den Erwartungen. Dell und andere PC-Hersteller leiden unter dem Trend zu mobilen Geräten wie dem iPad von Apple. Dagegen konnte Toll Brothers beim Gewinn die Analystenschätzungen übertreffen. Der Umsatz lag jedoch leicht unter den Erwartungen. Der Konzern entwickelt und erstellt Luxus-Immobilien. Verglichen mit einem Verlust von 20.8 Mio. Dollar im Vorjahresquartal verdiente Toll Brothers im Anfangsquartal 2012 16.9 Mio. Dollar oder 0.10 Dollar pro Aktie.

Deutschland: Neue Spekulationen über einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone drückten den Dax weiter ins Minus. Da vielen Anlegern der Preis für das Übernahmeangebot der deutschen Softwareschmiede SAP für den US-Cloud-Computing-Konzern Ariba zu hoch erschien, stiess dies auf wenig Begeisterung. So musste SAP Gewinneinbussen hinnehmen. Auch die Finanzwerte zählen, aufgrund der Unsicherheit in Sachen Euro-Krise, zu den Verlierern. So verloren die Aktien der Commerzbank knapp 3%.

Schweiz: Der Schweizer Aktienmarkt notiert aktuell weiter im Minus. Enttäuschende Wirtschaftsdaten aus Italien belasten die Börse. Als einziger Wert, der sich vom schwachen Marktumfeld abheben kann, stechen die Titel von Sonova mit einem Plus von 2.6% ins Auge. Am Vortag musste der Hörgerätehersteller nach einem enttäuschenden Jahresergebnis Kursverluste von rund 10% einstecken. Am Tabellenende notieren Logitech (-4.6%). Auch andere Zykliker wie Kühne+Nagel (-2.5%), Holcim (-2.5%) und Lonza (-2.3%) stehen auf der Verliererliste. Zudem stehen die Finanztitel unter Druck. Credit Suisse muss die grössten Abschläge verzeichnen. Die Titel stehen aktuell 1.03% im Minus. Nachdem Also-Actebis am Morgen über den Abschluss eines Distributionsvertrages mit Apple berichtete, legen die Titel des IT-Grosshändlers zu. Ems-Chemie werden 0.9% tiefer gehandelt. Das Unternehmen hat über ein Strafverfahren gegen drei ehemalige Mitarbeiter wegen Verletzung von Fabrikations- und Geschäftsgeheimnissen informiert und der Bundesanwaltschaft Versäumnisse vorgeworfen.

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