China-Daten drücken die Aktienkurse

Der letzte Nachmittagsexpress in dieser Woche fasst die Börsensituation wie folgt zusammen:

USA: Nachdem die neusten Daten zum chinesischen BIP ernüchternd ausgefallen sind, werden die amerikanischen Börsen zum Start in den letzten Handelstag der Woche mit tieferen Kursen erwartet. Quartalberichte werden von den Banken Wells Fargo und JPMorgan erwartet. Die Analysten gehen von leicht höheren Erträgen als im Vorjahreszeitraum aus. Beide Banken gerieten in letzter Zeit für die Doppelmandate von CEO und Verwaltungsratsvorsitzendem vermehrt in die Kritik. Apple hat die Anschuldigungen des US-Justizdepartements bezüglich der Absprache bei den Preisen von E-Books als falsch zurück gewiesen. Goldman Sachs legt einen Rechtsstreit mit der Zahlung von 22 Millionen Dollar bei. Die Anschuldigung wurde wegen gängigen Praktiken zur Information von Kunden bei Änderungen von Ratings und Empfehlungen einzelner Aktien erhoben.

Deutschland: Die Börsen in Europe sind allesamt im Minus. Auch hier haben die Daten aus China den Anlegern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Noch am Vortag hatten Spekulationen auf bessere Daten den Markt angeschoben. Diese Gewinne wurden heute wieder abgebaut. Die wenigen Gewinner im DAX werden von SAP mit einem Kursplus von 2.3 Prozent angeführt. Nach der Bekanntgabe der Zahlen zum zweiten Quartal wurden die Aktien im frühen Handel abgestossen und notierten deutlich im Minus. Positive Aussagen zur Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal liessen die Investoren wieder zugreifen. Negativ tendieren auch heute wieder die Aktien der Banken. Die Deutsche Bank wird 0.3 Prozent tiefer gehandelt und die Commerzbank verliert gar über 2.5 Prozent. Mit diesem Verlust bilden die Aktien das Schlusslicht im DAX.

Schweiz: Kurz nach dem Mittag notiert der Schweizer Leitindex im Minus. Vor allem Zykliker sind aufgrund der neusten Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung unter Druck geraten. Der Personalvermittler Adecco und der Zementhersteller Holcim verlieren beispielsweise rund 1.2 Prozent. Auch die meisten Aktien aus dem Finanzsektor sind unter Druck. Die grössten Verluste unter den Blue Chips verbuchen die Papiere von Julius Bär mit einem Minus von 1.8 Prozent. Auch die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse verlieren zwischen 0.2 und 0.4 Prozent. Gestützt wird der SMI durch die Schwergewichte Nestle und Roche. Letztere finden auch einen Tag nach der Veröffentlichung des Ergebnisses für das erste Quartal noch Anklang und notieren 0.7 Prozent höher. An der Spitze der Standardwerte steht Transocean mit einem Plus von knapp 2 Prozent.

Das 5trade-Team wünscht Ihnen ein schönes Wochenende.

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